Pestizidfrei-Initiative

Den Initiativtext findest du hier.

Die Volksinitiative «Für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide» will den Einsatz von synthetischen Pflanzenschutzmitteln gesamthaft verbieten. Die Händler dürften auch nur noch Lebensmittel importieren, die ohne synthetische Pflanzenschutzmittel produziert worden sind. Das entspricht einer wesentlichen Anforderung in der biologischen Produktion. Die Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten können so nur noch Bioprodukte pflanzlicher Herkunft kaufen und die Kosten für das Essen würden sich folglich stark erhöhen. Die Gefahr einer schlechteren Produktqualität und -haltbarkeit wären weitere Folgen. 
Ob sich die Importauflagen aufgrund unserer WTO-Verpflichtungen (World Trade Organisation) überhaupt durchsetzen liessen, ist noch unklar. Ist dies nicht der Fall, wäre es ein enormer Konkurrenznachteil für die Schweizer Landwirtschaft, die trotzdem zu einem politisch erwirkten Bioland Schweiz werden müsste.

  • Keine Wahlfreiheit mehr
  • Das Essen wird massiv teurer
  • Die Verfügbarkeit von inländischen Lebensmitteln wird kleiner und eingeschränkt
  • Der Anteil importierter Lebensmittel in den Verkaufsregalen steigt
  • Die Lebensmittelsicherheit und -haltbarkeit werden gefärdet
  • Das Klima wird zusätzlich belastet
  • Einkaufstourismus wird gefördert
  • Arbeitsplätze gehen verloren
  • Versorgungssicherheit sinkt
  • Das Wasser bleibt durch andere Stoffe belastet

Fragen und Antworten rund um die Pestizidfrei-Initiatve

Hier finden Sie Antworten auf verschiedenste Fragen rund um die Pestizidfrei-Initiative.

Argumentarium gegen die Initiativen

Ein vollständiger Verzicht auf Pflanzenschutzmittel ist heute gemäss Bundesrat weder in der integrierten noch in der biologischen Produktion möglich. Der Bund setzt daher als Alternative auf den Aktionsplan Pflanzenschutz mit verbindlichen Reduktionszielen und auf eine schrittweise Risikoreduktion beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln im Rahmen der Agrarpolitik ab 2022 (AP 22+). Hier findest du die wichtigsten Argumentarien gegen die Initiaitiven.

Auswirkungen

Die Auswirkungen der Initiativen betreffen nicht nur die Landwirtschaft, sondern auch dich!

Studie

Eine Studie von Professor Charles Gottlieb der Universität St. Gallen befasste sich mit den Folgen der Initiative «Für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide». Da mit den Anforderungen der Initiative die Erträge im Durchschnitt tiefer liegen, würde die Annahme derjenigen einen Rückgang des Selbstversorgungsgrads mit sich bringen. Dieser sänke in der Folge von aktuell 58 Prozent auf 42 Prozent.